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Universität Szeged
Medizinische Fakultät
 
Sekretariat für ausländische Studenten




Ihre Ausbildung. Unsere Mission.

Szeged: Vergangenheit und Gegenwart

Szeged: Vergangenheit und Gegenwart

Szeged – die Hauptstadt der ungarischen Tiefebene – befindet sich im Süden Ungarns, 175 km von Budapest entfernt. Die "Stadt des Sonnenscheins", ein Zentrum der Wirtschaft, Kultur und Wissenschaften zählt ca. 1700.000 Einwohner, davon ca. 30.000 Studenten. Sie liegt an der Mündung der Maros, die bei Szeged in die Theiß (Tisza) mündet.

Dank seiner günstigen Lage gab es schon vor Jahrtausenden menschliche Siedlungen auf diesem Gebiet. In der Römerzeit wurden Salz, Gold und Holz auf den durch Szeged laufenden Wasser- und Landwegen befördert. Die landnehmenden Ungarn siedelten sich im 10. Jahrhundert an. Die erste glaubhafte, urkundliche Angabe über die Stadt stammt aus dem Jahre 1183, worin Szeged (Ciggedin) als Zentrum der ungarischen Salzlieferung erwähnt wird. Nachdem Szeged 1241 – während des Tatarensturms – niedergebrannt geworden war, wurde sie wieder aufgebaut und mit einer Burg befestigt. König Béla IV. verlieh im Jahre 1247 Szeged das Stadtrecht. 1498 wurde sie zur königlichen Freistadt. 1526 wurde sie von den Türken beraubt und niedergebrannt. Die türkische Herrschaft dauerte 143 Jahre lang und endete 1686, als die Stadt und die Burg von den österreichischen kaiserlichen Heeren zurückerobert wurden. Während des ungarischen Freiheitskampfes gegen die Habsburger (1848-1849) fungierte Szeged für kurze Zeit als Hauptstadt des Landes. Im März 1879 wurde die Stadt innerhalb weniger Stunden durch Hochwasser zerstört. Von den etwa 6000 Häusern blieben nur 300 von der Überschwemmung verschont. Als ehrendes Gedenken an die ausländische Hilfe beim Neuaufbau der Stadt wurden die einzelnen Abschnitte des Szegeder großen Ringes nach den Hauptstädten dieser Länder benannt. Mit seinem architektonisch einheitlichen Stadtbild, den Palästen der Innenstadt, den großzügigen Parks und Plätzen erhielt Szeged den Charakter einer modernen europäischen Stadt. Das Stadtzentrum ist vom römisch-katolischen Dom geprägt, der in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts aufgebaut wurde, um dem Wiederaufbau der Stadt nach der wütenden Flut von 1879 zu gedenken.


Um die Jahrhundertwende begann ein schneller Aufschwung in allen Bereichen. Handel und Gewerbe blühten auf, Schulen wurden gebaut, neue Ämter und Institutionen etablierten sich. 1921 wurde die Universität Klausenburg, 1923 das Bistum Temesvár und 1928 die Pester Pädagogische Hochschule nach Szeged verlegt. Der im Jahre 1913 begonnene und zufolge des ersten Weltkriegs unterbrochene Bau des Doms wurde 1930 beendet. Nach dem zweiten Weltkrieg, in dem hauptsächlich die Brücken zerstört wurden, begann eine erneute Entwicklung der Stadt. In den sechziger Jahren wurden zahlreiche neue Wohnungen gebaut, die Lebensmittelindustrie wurde zum bedeutendsten Industriezweig.


Szeged liegt am südlichen Rand von Ungarn, am Ufer der Theiß. Der größere Teil der Stadt liegt am rechten Ufer, während Újszeged, der jüngere Stadtteil, sich am linken Ufer des Flusses befindet.


Die Stadt ist das wirtschaftliche Zentrum der Region, sie ist auch für ihre Nahrungsmittelverarbeitung, vor allem für die Herstellung von Salami und Paprika bekannt. Die Öl- und Energieindustrie ist auch bedeutend, ihr Renommee hat die Stadt jedoch ihrem kulturellen Leben und der Universität Szeged zu verdanken.


Heutzutage ist Szeged ein Zentrum der Wirtschaft, Kultur und Wissenschaften in Ungarn. Mit den in eine Institution integrierten Universitäten und Hochschulen, weiterhin einem bunten Netz von Gymnasien gehört sie zu den fünf größten Studienzentren Ungarns. Die Anzahl der Schüler und Studierenden kommt der Bevölkerung einer mittelgroßen ungarischen Stadt gleich. Das internationale Zentrum für biologische Forschung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, gefördert von der UNESCO, und die verschiedenen Fakultäten der Universität Szeged bieten vielen internationalen Wissenschaftlern und Studierenden eine Stätte, wo sie Forschungen betreiben können.





Szeged ist nicht nur für die Freilichtspiele auf dem Domplatz, sondern auch für internationale Messen, Ausstellungen, Sportereignisse und gastronomische Festivals bekannt.

Die traditionellen ungarischen und internationalen Restaurants (z.B. Indisch, Serbisch, Griechisch, Chinesisch, Arabisch) sind überall der Stadt verstreut zu finden.

Die Mehrheit der Bevölkerung in Szeged ist römisch-katholisch, aber es gibt daneben auch viele anderen Kirchengemeinden (z.B. Griechisch-katholisch, Orthodox, Evangelisch), die in Szeged über wunderschöne Kirchen verfügen.

Szeged bietet viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung wie Squash, Bowling, Kegeln, Rudern, Reiten oder Fallschirmspringen. Dank der Theiß bieten sich ausgezeichnete Möglichkeiten zum Rudern und anderen Wassersportarten. Gelegentlich werden auch Wander-Touren organisiert. Für das Sportleben der Universität ist der Lehrstuhl für Körpererziehung verantwortlich. Die von dem Lehrstuhl angebotenen Programme und Aktivitäten umfassen Tennis, Schwimmen, Fitness und Konditionstraining, Skilaufen und Rudern. Den Studenten stehen weiterhin die Sportplätze der Universität zur Verfügung. Die Studenten können auch aus einer Vielfalt von Hallensportprogrammen wählen: Tischtennis, Wasserball, Handball, Basketball und Volleyball. Der Sportlehrstuhl organisiert im Winter Ski-Touren in die benachbarten Ländern.

Anreise nach Szeged

Die Stadt verfügt derzeit über keinen internationalen Flughafen, man hat nur die Möglichkeit, bis Budapest zu fliegen. Nachdem Sie auf dem Flughafen Ferihegy II. in Budapest landen, können Sie Szeged über die Autobahn M5 erreichen, oder die Züge nach Szeged fahren vom Nyugati Pályaudvar (Westbahnhof) in Budapest und halten am Terminal 1 (Ferenc Liszt Internationaler Flughafen) an. Von dort erreichen Sie Szeged mit dem Zug in ca. 2,5 Stunden.

Das öffentliche Verkehrsnetz in Szeged ist recht gut ausgebaut. In der Stadt verkehren Busse, Straßenbahnen und auch Trolleybusse. Fahrkarten sind bei Kartenverkäufern, Zeitschriftenhändlern oder evtl. in kleinen Lebensmittelgeschäften zu erhalten.